4. Advent: Impuls

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Impuls von Christian Killing

 

Gedanken zum Impuls:

(von Christian Killing)

„Wem öffnest du deine Tür?“ unter diesem Motto findet am Heiligen Abend um 24:00 Uhr die Jugendchristmette in Solingen Burg statt.

In den Texten des Evangeliums erfahren wir, dass Josef und Maria auf der Suche nach einer Herberge für die Nacht, nur verschlossene Türen vorfinden. Nirgends ist ein Platz für eine schwangere Frau, die mit ihrem Mann einen Unterschlupf für die Nacht sucht.

Immer wieder löst diese Geschichte bei vielen von uns Kopfschütteln aus. Wir haben kein Verständnis für die Gleichgültigkeit, die die Menschen hinter den Türen an den Tag legen und haben Mitleid mit der Heiligen Familie.

Was wird wohl in den Menschen hinter den Türen vorgegangen sein?

Die einen hatten wohl wirklich keinen Platz und dachten sich: ach da wird bestimmt noch woanders ein Platz frei sein.

Die nächsten waren vielleicht der Meinung, dass ihr Haus nicht dafür gemacht ist, eine schwangere Frau aufzunehmen.

Und wieder andere hatten vielleicht einfach keine Lust auf Gäste und hofften, dass im nächsten Haus die Stimmung besser sei und die Fremden vor der Türe sich dort bestimmt wohler fühlen können.

„Wem öffnest du deine Tür?“

Ich kenne Situationen, in denen Freunde anrufen und sich spontan anmelden und ich kenne auch solche Tage, da passt es mir einfach gar nicht. Mit Chips und einem guten Film auf dem Sofa, da passt, sich unterhalten doch so gar nicht in die Abendplanung.

Oder die Wohnung ist einfach mal so unaufgeräumt, dass jeder der zu Besuch kommt Gefahr läuft sich im Chaos zu verlieren.

Es sind diese Situationen, in denen ich, wie die Menschen in der Bibel, zu gerne meine Türe verschlossen halte, den anderen auf einen anderen Tag vertröste oder behaupte nicht zuhause zu sein. Ich mache es mir einfach, verfolge meinen eigenen Plan und mache das, wozu ich selber gerade am meisten Lust habe.

Da erkenne ich mich dann auf einmal in den Menschen wieder, die die Heilige Familie einfach weiterschicken, ihnen die Türe vor der Nase zuschlagen und sie nicht herein bitten.

„Wem öffnest du deine Tür?“

Ich würde auf diese Frage gerne viel öfter antworten können: Dir der du bei mir vorbei kommst, egal was gerade bei mir anliegt. Ich möchte gerne für den anderen da sein, wenn er oder sie an meine Tür klopft. Ich möchte eine offene Tür und ein offenes Ohr für die haben die bei mir vorbei kommen.

Für das nächste Lebensjahr nehme ich mir vor, einfach öfter mal meine Türe aufzumachen. Den oder die andere hereinzubitten und Begegnung geschehen zu lassen, ein offenes Ohr zu haben und niemanden mehr weg zu schicken.

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